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Eimertest beim Pool gemacht – und jetzt? So finden Sie das Leck

  • Ulrich Büdding
  • 1. Juli
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 2. Juli

Der Eimertest wurde gemacht und hat Klarheit gebracht: Ihr Pool verliert mehr Wasser, als die Verdunstung erklärt. Damit ist die wichtigste Frage beantwortet – aber nur die halbe. Denn der Eimertest sagt Ihnen, dass ein Leck vorhanden ist, nicht wo es sitzt.

Genau an diesem Punkt beginnen viele Poolbesitzer eine wochenlange Suche mit Farbstoff und Bauchgefühl. Manchmal führt das zum Ziel, oft aber nicht – und während die Suche läuft, geht weiter Wasser verloren. Dieser Beitrag zeigt, wie weit Sie mit einfachen Mitteln selbst kommen, und wo die Eigendiagnose zuverlässig endet.

Was der Eimertest leistet – und was nicht

Kurz zur Einordnung: Beim Eimertest stellen Sie einen mit Poolwasser gefüllten Eimer auf eine Beckenstufe, markieren den Wasserstand innen und außen und vergleichen nach 24 bis 48 Stunden. Sinkt der Pegel im Pool stärker als im Eimer, ist ein Leck nachgewiesen, weil die Verdunstung in beiden identisch verläuft.

Was der Test nicht kann: die Stelle lokalisieren. Dafür braucht es einen Schritt mehr.

Zwei einfache Tests, die die Zone eingrenzen

Bevor Sie zum Farbstoff greifen, lohnen sich zwei Beobachtungen, die das Suchgebiet deutlich verkleinern.

1. Lassen Sie das Wasser seinen Pegel finden. Schalten Sie die Pumpe aus und beobachten Sie, auf welcher Höhe der Wasserstand stehen bleibt. Wasser sinkt in der Regel bis auf Höhe des Lecks und stoppt dann:

  • Bleibt der Pegel knapp unter dem Skimmer stehen, liegt das Leck meist am Skimmer oder seiner Leitung.

  • Stoppt er auf Höhe einer Einlaufdüse oder des Unterwasserscheinwerfers, deutet das auf genau dieses Einbauteil hin.

  • Sinkt das Wasser unter alle Einbauteile bis zum Boden, kommt eher der Bodenablauf oder ein Riss in Boden bzw. Beckenschale infrage.

2. Vergleichen Sie: Pumpe an oder aus? Verändert sich der Wasserverlust mit dem Pumpenbetrieb, verrät das die Seite des Systems:

  • Verliert der Pool mit laufender Pumpe mehr Wasser, liegt das Leck wahrscheinlich auf der Druckseite – also bei den Rücklaufleitungen und Düsen, die unter Druck stehen.

  • Verliert er bei abgeschalteter Pumpe mehr, oder steigen bei laufender Pumpe Luftblasen aus den Düsen auf, spricht das für die Saugseite – Skimmer oder Bodenablauf.

Beide Tests grenzen die Zone ein. Was sie nicht leisten: die undichte Stelle millimetergenau benennen.

Eimertest
Eimertest

Warum der Farbtest in der Praxis selten reicht

Der Klassiker der Eigensuche ist der Farbstofftest: etwas Farblösung nahe der vermuteten Stelle ins Wasser geben und beobachten, ob sie eingezogen wird. In der Theorie elegant – in der Praxis scheitert er oft an drei Dingen:

  • Das Wasser muss absolut still stehen. Jede Restströmung von Pumpe, Wind oder Wärme verwischt die Fahne.

  • Sie müssen schon ungefähr wissen, wo Sie suchen. Über die ganze Beckenfläche ist der Test untauglich.

  • Bei erdverlegten Leitungen und Flanschen hilft er gar nicht – dort, wo die meisten Lecks tatsächlich sitzen, kommen Sie mit Farbe nicht hin.

Wo die Eigendiagnose endet

Drei Schadensbilder lassen sich zu Hause praktisch nicht auflösen, ohne den Pool zu entleeren oder den Garten aufzugraben:

  1. Erdverlegte Druck- und Saugleitungen. Ein Rohrbruch zwischen Technikraum und Becken ist von außen unsichtbar. Hier braucht es eine kreisweise Druckprüfung der einzelnen Leitungen und – bei Leitungen im Erdreich – das Tracergas-Verfahren, das die Bruchstelle punktgenau anzeigt.

  2. Haarrisse in Folie oder Beckenschale. Feine Risse sind mit bloßem Auge kaum zu finden. Bei Folienbecken spürt die elektronische Impulsmessung (Leitfähigkeitsverfahren) selbst kleinste Undichtigkeiten auf.

  3. Dichtungen und Flansche der Einbauteile. An Skimmer, Düsen und Scheinwerfer liegt das Leck oft hinter der sichtbaren Oberfläche. Mit einem Vakuum-Prüfverfahren wird austretendes Wasser direkt am Flansch sichtbar – ohne Demontage.

Diese Verfahren arbeiten zerstörungsfrei und bei befülltem Becken. Genau das ist der Unterschied zur Eigensuche: nicht raten, wo man gräbt, sondern messen, bevor man gräbt.

Woran Sie merken, dass es Zeit für den Profi ist

  • Der Wasserstand sinkt unter alle Einbauteile weiter ab.

  • Der Verlust liegt deutlich über der Verdunstung, ist aber an keiner sichtbaren Stelle zu finden.

  • Sie vermuten ein Leck in einer erdverlegten Leitung.

  • Eine Versicherung oder Ihr Poolbauer ist beteiligt und benötigt einen belastbaren Nachweis.

  • Sie haben mehr als ein Wochenende mit Farbe und Probieren verbracht – jede weitere Woche bedeutet zusätzlichen Wasserverlust und ein höheres Risiko für Folgeschäden.

Fazit

Der Eimertest ist der richtige erste Schritt, und mit Pegel- und Pumpentest grenzen Sie die Zone weiter ein. Sobald es aber an erdverlegte Leitungen, Haarrisse oder Flanschdichtungen geht, stößt die Eigensuche an ihre Grenzen. Dann spart ein zerstörungsfreies, instrumentengestütztes Vorgehen Zeit, Wasser und – durch die gezielte Reparatur – am Ende auch Geld. Eine Pool-Lecksuche sollte ausgeführt werden.

Wir orten Pool-Lecks punktgenau, ohne das Becken zu entleeren, und dokumentieren das Ergebnis versicherungskonform. Im Einsatz sind wir in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Belgien und den Niederlanden. Wenn Ihr Eimertest ein Leck bestätigt hat und die Stelle sich nicht zeigen will, sprechen Sie uns an.

 
 
 

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